Berlin. Peinliche Panne im Bundestag: Ein geplantes Treffen von
Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] wurde abgesagt, 300 Teilnehmer wieder ausgeladen. Die Veranstalter hatten Sicherheitsbedenken - weil sich 100 Rollstuhlfahrer angemeldet hatten.
Es klingt paradox: Der Bundestag muss eine Veranstaltung für behinderte Menschen absagen - ausgerechnet weil zu viele Eingeladene im Rollstuhl sitzen. „Verwaltungstechnische Sicherheits- und Brandschutzgründe“ hätten den Ausschlag gegeben, sagte ein Bundestagssprecher.
Organisatoren hatten weniger Rollstuhlfahrer erwartet
Die Gäste sollten am 2. und 3. Dezember auf Initiative der Fraktionen und des Deutschen Behindertenrats in Workshops behindertenpolitische Themen wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention diskutieren. Die Ergebnisse sollten sie abschließend im Plenarsaal vorstellen.
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Im Oktober 2012 soll die Veranstaltung im Bundestag nachgeholt werden.
„Die Zusammensetzung der einzuladenden Personen“ solle dann „den Gegebenheiten der Räumlichkeiten“ entsprechen - ein schmerzliches Eingeständnis, dass auch der Bundestag schnell an die Grenzen der Barrierefreiheit stößt.