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Am Sonntag, 8. Mai, um 11.15 Uhr wird in der Städtischen Galerie Am Abdinghof Martin Pantke, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, die Ausstellung »Ich sehe was, was du nicht siehst« eröffnen. Im vergangenen Jahr wurde sie erstmalig mit großem Erfolg in der documenta-Halle in Kassel gezeigt und begeisterte 7.000 Besucher in nur drei Wochen. In Paderborn wird nun bis zum 3. Juli unter dem Aspekt des Geschichtenerzählens eine Auswahl gezeigt, die Werke von 20 Künstlerinnen und Künstlern mit Autismus, einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung, vereint.
Schirmherrin der Ausstellung ist die Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen, die ihren Eindruck der Werkschau mit den folgenden Worten zusammenfasst: "Die Ausstellungsreihe »Ich sehe was, was Du nicht siehst« gewährt spannende Einblicke in die Werke autistischer Künstlerinnen und Künstler. Ihre Kunst öffnet den Blick auf eine mal fremde, mal vertraute Welt in all ihrer Vielfalt und Schönheit."
Kuratiert wurde die Ausstellung von Volker Elsen, dem Vorsitzenden von »akku e.V.« in Kooperation mit Dagmar Gorny, Forum für Kunst und Spiel im Kreuzgang der Städtischen Galerie Am Abdinghof, Paderborn.
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Die Ausstellung formuliert den Titel selbstbewusst aus der Position der Künstlerinnen und Künstler und spielt dabei mit der Eingangsvoraussetzung, dass Autismus mit einer Reihe von Vorurteilen, Stigmata, Mystifizierungen und Halbwissen in Verbindung gebracht wird. So gesehen wird die Ausstellung selbst zum Rätsel. Ihre Exponate legen Hinweise zu einer vermeintlichen Lösung nahe, die den Betrachter an die Grenzen seiner eigenen Kunstwahrnehmung bringen. Ein künstlerisches Angebot, das gelernte Sehgewohnheiten und Vorstellungen, von dem was Kunst ausmacht, in Frage stellt und die Besucher auffordert einen eigenen Zugang zu finden. Patiencen, Pullover und Pferdeherden sind nur einige Beispiele für Werke, die in dieser Ausstellung zum Ausgangspunkt für höchst persönliche Geschichten werden.