Zitat:
Seit ihrer Kindheit lebte die Autistin Judith K. bei Pflegemutter Heidi Frei. 30 Jahre lang. Dann wird sie durch Amtsvormund Claudio Schmid und auf Antrag des St. Galler Amts für Soziales 2008 aus der Familie gerissen und ins Heim «Säntisblick» in Degersheim SG gesteckt (siehe Artikel zum Thema) – gegen den Willen von Judith K., die seither verzweifelte Briefe aus dem Heim schreibt. Vormund Schmid behauptet, sein Mündel sei «handlungs- und urteilsunfähig», die Einweisung nur zu ihrem Schutz erfolgt. Der Pflegemutter hat er den Kontakt mit K. untersagt, Briefe werden von den Angestellten des Heims gelesen und Telefonate mitgehört.
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«Sie stand offensichtlich unter hochdosierter Medikamentation.» Dies, obwohl Judith K. in Briefen immer wieder betonte, sie wolle keine Medikamente – die sie früher auch nie gebraucht habe. [...]
Dem Beobachter antwortet das Heim dazu: «Dass einzelne Bewohnerinnen und Bewohner die Verschreibung und damit die Abgabe von Medikamenten nicht auf Anhieb verstehen, liegt in der Natur der Sache.» Und ein Kontaktverbot werde «nicht leichtfertig verhängt».