Oder sind Autisten nicht so oppositionell... also dass sie sich gegen alle Regeln wehren....
Wenn ich eine Regel als sinnvoll erachte, halte ich mich auch an diese. Ich werde aber nie etwas nur machen, weil "man es so halt macht“, das ist für mich keine Begründung. Bei mir existiert ein Wort, dass ich gar nicht mag und es aus meinem Umfeld verbannt habe. Dieses Wort ist bei uns verboten und es ist das Wort „muss“.
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Hab ich eine Chance als Asberger umzulernen
Du hast die Chance (auch durch dieses Forum) wieder zu deinen „Wurzeln“ zurück zu finden. Ich bin davon überzeugt, dass man um so glücklicher ist, je mehr man seiner eigenen Natur Rechnung trägt.
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Ach vielleicht passe ich ja auch in dieses Forum nicht...
In diesem Forum schreiben auch Autisten mit autistischen Kindern. Ich denke, ein Erfahrungsaustausch könnte dir helfen.
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Ich konnte mit ihm nicht mehr umgehen. Die Familienhilfe war drei Jahre bei uns. Wir übten andauernd Regeln.
Waren es sinnvolle Regeln oder nur gesellschaftskonforme? Hat dein Sohn sie als sinnvoll angesehen?
Wurde das Umfeld analysiert, ob es geeignet ist für Autisten? Und eventuell Veränderungen unternommen?
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Mein Sohn und ich haben uns nur über Anschreien verständigen können.
Kannst du die Anlässe für die Streitereien schildern?
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Ich hab auch versucht ihm viel beizubringen. Schreiben, Rechnen. Aber er hörte sich nichts an.
Wie hattest du es probiert?
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Heute schreiben wir manchmal bei jappy, da gibt es tolle Gesichter und man kann auch mal lieb miteinander sein. Ansonsten versuche ich ihn zu loben, zu umarmen, aber er lehnt alles ab. Er freute sich, wenn ich böse zu ihm wurde.... aber nicht, wenn ich ihm zureden wollte, dass er ganz toll und süß ist.
War das Lob für ihn nachvollziehbar?
„Toll und süß“ sind auch solche Aussagen, toll verlangt eine Begründung und süß würde ich sofort ablehnen.
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Jetzt wird er in einer Spezialklinik behandelt.
Wozu?
Was machen die Ärzte dort mit ihm?
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Du meinst Therapien bringen nichts? Aber was soll ich dann mit ihm machen... So wird er später nie einen Schulabschkuss machen und Arbeit finden.
Gerade Autisten, die sich frei entfalten durften, deren Selbstbewusstsein gestärkt wurde, besitzen einen Schulabschluss und haben auch einen Beruf.
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Aber ich muss doch dann sehr viel mit ihm arbeiten oder soll ich ihn stundenlang vorm PC abparken?
Es geht wohl zuerst darum, das Umfeld anzupassen, genug Kenntnisse über Autismus zu besitzen, sich von der gesellschaftlichen „Norm“ zu lösen und die individuelle Entwicklung zu zulassen und zu fördern.