Tanzender Spatz
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Zitat 55555
Dann macht er also durchaus was ausdauernd, was ihn interessiert.
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Ja, am ausdauerndsten Musik hören und daliegen und sich mit
seinem Körper beschäftigen, bevozugt geruchsintensive Zonen, aber auch dabei fallen Fingerbeißen, Hände flattern oder Echolalie nicht grundsätzlich weg.
Mir ist aber der Handlungskreis, den er ganz allein tut, zu eingeschränkt, es geht nicht in meinen Kopf rein, dass diese wenigen Tätigkeiten dieses Kind Tag ein Tag aus tatsächlich immer wieder befriedigen und dazu auch noch menschlich weiterbringen sollen. Zumal ich auch beobachte, wie er uns bzw. die Kinder bei ihrem Treiben beobachtet.
Es sieht oft so aus, als ob er gern dabei sein würde, aber nicht weiß wie. Also muss ich doch versuchen in kleinen Stückchen , ihm diese Welt zu erschließen.
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Zitat: 55555
Was ist das für ein "Gerüst"? Was macht er, wenn er frei
hat von diesem "Gerüst", Ferien, z.B.?
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Musik hören oder einfach eben daliegen, essen.
Ich würde hier nicht zwischen Schule und Ferien unterscheiden, obwohl er sich zu Hause schon wohler fühlt als in der Schule.
Ich glaube er ist überhaupt mit dem ganzen Tag, wie er in einer Familie abläuft und dann auch noch Schule überfordert.
Das geht schon beim Aufstehen zu einer bestimmten Zeit los. Dann muss er zu einer bestimmten Zeit in den Schulbus. Und dann muss er bis 15.00 in der Schule bleiben,ehe wieder der Schulbus kommt und ihn zu seiner Mutti bringt. Und dann ist sie vielleicht noch nichtmal da, weil sie noch arbeitet oder eben unterwegs ist. Und dann ist auch noch der Kühlschrank abgeschlossen und er kommt nicht ans Essen ran.
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Zitat: 55555
Wenn du es als Überreizung bezeichnest ist dir auch
halbwegs klar worauf es zurückgeht?
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Halbwegs. Ich denke, dass ein Tagesablauf, wie er im Menschenleben so ist, ihn überfordert. Ich denke auch, dass Erwartungen, welche die Eltern haben und auch wir in der Schule, ihn und wenn es unbewusst ist, überfordern, er sich unter Druck gesetzt fühlt. Ich denke auch, dass er sich vieles im täglichen menschlichen Treiben nicht erschlossen hat.
Ich glaube aber auch, das manches auf eine "Unterreizung" zurückzuführen ist. Z.B. sein "maßloses" Essverhalten denke ich hat nichts mit Hunger oder Fresssucht zu tun, sondern er befriedigt damit eine gewisse Wahrnehmung.
Zum Lesen später, würde mich gern darüber austauschen, brauche aber eine Schreibpause, mir kommt das Schreiben nicht so entgegen, wie vielleicht manch anderem in diesem Forum.
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