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Geschrieben von: Mimi am: 29.05.09, 11:30:11
Ja, welche rechtlichen Nachteile. Das möchte ich auch wissen???


Geschrieben von: Hans am: 29.05.09, 22:23:31
Ich habe mal was gehört, daß mit der Diagnose Autismus der Führerschein entzogen wird.
Das wäre in meinem Fall fatal, weil ich im Wohnmobil lebe.
Ob das überhaupt geht, nachdem ich z. B. schon ca eine Million Kilometer zurückgelegt habe,
weiß ich nicht, die Information ist noch nicht verifiziert.
Meine Mutter hat Temple Grandin im Fernsehen gesehen und fand die Frau
sehr sympathisch und natürlich.
Meine Mutter hat zweiundzwanzig Jahre lang eine Landwirtschaft mit zehn Kühen betrieben
und genau verstanden was Temple über die Kühe doziert.
Sie sagte damals laut: "Die hat Recht!"
Ich saß dabei und habe in dieser Frau meine Lehrerin der dritten Klasse Volksschule wiedererkannt,
die war so nett und verständnisvoll, das ich sie nach der Schule noch nach Hause begleitet habe, bevor ich meinen Heimweg antrat.

Ich hatte, glaube ich, sehr seltenes Glück, daß ich auch so eine Lehrerin hatte,
die zwei Jahre vorher waren eine Katastrophe.

Schade, das Temple so weit weg ist, mit ihr würde ich mich gerne mal über Autismus austauschen.


Geschrieben von: 55555 am: 29.05.09, 23:09:20
Zitat von Mimi:
Meine älteste Tochter hat mit aller Sicherheit auch "Autismus." Bei ihr sieht man es auch sofort, das etwas nicht O.K. ist.
Meine kleine Tochter ist O.K., aber meine Mutter ist stark betroffen.

Autismus ist für dich nicht "O.K."?

Nach einer Diagnose kann es zu Problemen mit Versicherungen kommen, z.B. Krankenzusatzversicherungen, die man neu abschließen will. Es kann bei Schulkindern auch noch zu systematischen Diskriminierung der Schulleitungen kommen. Alle Nachteile zusammenzufassen ist schwer.

Daß nur wegen einer Diagnose die Fahrerlaubnis entzogen wurde habe ich noch nie mitbekommen. Andererseits kenne ich etliche diagnostizierte Autisten, die offenbar eine besitzen.


Geschrieben von: drvaust am: 29.05.09, 23:14:38
Zitat von Hans:
Ich habe mal was gehört, daß mit der Diagnose Autismus der Führerschein entzogen wird.
Zumindest nicht automatisch, da gibt es keine Verbindung.
Bei allen die ich persönlich kenne, die eine Diagnose bekamen, war die Fahrerlaubnis und ähnliche Sachen kein Thema. Da wurde eine Diagnose erstellt und damit war das erledigt. Vielleicht ist es anders, wenn die Diagnose durch einen behandelnden Arzt erstellt wird. Oder wenn man eine entsprechende Behörde über die Diagnose informiert.
Jedoch wenn Zweifel an der Fahrtüchtigkeit bestehen, kann die Fahrerlaubnis, und damit der Führerschein, entzogen werden. Aber das wird wohl erst bei einem entsprechenden Vorfall und danach MPU drohen (also vorsichtig fahren).


Geschrieben von: Mimi am: 30.05.09, 13:03:59
Oh, das ist ja interessant. Danke für die Info. Ich bin auch jahrelang Auto gefahren, hab aber schon gemerkt, das ich nicht so gut ein Gesamtbild erfassen kann. Deshalb hatte ich nie wirklich Routine beim autofahren. Seit ich hier in Berlin leben, bin ich nicht mehr gefahren. Die riesigen Kreuzungen finde ich hier sehr unübersichtlich.



Geschrieben von: Gast am: 30.05.09, 13:44:23
Zitat von 55555:

Daß nur wegen einer Diagnose die Fahrerlaubnis entzogen wurde habe ich noch nie mitbekommen. Andererseits kenne ich etliche diagnostizierte Autisten, die offenbar eine besitzen.


Das kommt mir auch unwarscheinlich vor. Solange jemand nicht zur Gefahr für den öffentlichen Verkehr wird passiert nach meiner Meinung nichts.
Es gibt alte, gebrechliche Greise, die auch noch fahren dürfen, obwohl sie sich im Straßenverkehr äußerst unsicher verhalten.


Geschrieben von: Mücki am: 17.06.09, 08:23:28
Als ich wegen Agoraphobie zum Psychotherapeuten ging, wusste ich noch nicht, dass sie vom Asperger-Syndrom herrührt. Da ich aber schon seit meiner Kindheit auf der Suche danach bin, warum ich immer anders war als andere und bis vor Kurzem weitersuchte, ahnte ich schon, es könnte sich um Autismus handeln. Bei mir ist das sehr ausgeprägt, sagt mein Psychologe. Nun will ich seine Diagnosen in der Freiburger Uni-Klinik "bestätigen" lassen. ADS-Test muss ich dort machen, die Asperger-Fragen habe ich zu Hause ausfüllen dürfen und hinschicken müssen. Bin mal gespannt. freuen

Die Bestätigung auf Asperger Syndrom würde mich von einer jahrelangen Last und Suche befreien. Mein Andersein hätte einen Namen. Mir fiel ja schon jetzt ein Fels vom Herzen, als mein Therapeut sagte, dass ich Asperger habe. Was passiert dann wohl, wenn die Klinik das noch bestätigt? Das Ende einer langen Reise. fröhlich

Welche Vor- oder Nachteile die Diagnose auf die Gesellschaft haben wird, das weiß ich nicht. Gerade lese ich, dass einem sogar der Führerschein entzogen werden kann. Das wäre natürlich fatal. Aber ich fuhr ja jahrelang unfallfrei beruflich. Das waren immerhin bis zu 77.000 Kilometer im Jahr. Ob das dann so einfach geht? traurig

Wie ich schon gelesen habe, haben die meisten hier sich selbst eine Diagnose gegeben. Gibt es hier auch Leute, die mit ihrer Diagnose auf Asperger auf einem Amt waren und die Diagnose schwarz auf weiß haben? freuen


Geschrieben von: Lena K. am: 19.07.09, 20:37:50
Das mit dem Führerschein ist blödsinn. ich habe meinen Führerschein mit/trotz Diaknose gemacht. Das einzige was schwierig werden kann sind die vielen Dinge auf die man achten muss aber das kann (auch) ein Asperger lernen. und wer schon so lange fährt und sich nichts oder wenig zu schulden hat kommen lassen der darf natürlich weiterhin fahren. kurz ich sehe da keinen Grund warum man auf Grund der Diaknose nicht mehr Auto fahren darf.
Auf einem Amt kann man sich eigendlich nur den Behindertenausweis holen der gewisse vorteile aber auch nachteile mit sich bringt. Das mit der Diaknose muss man dann beim Arzt machen lassen. diese Ärzte gibt es recht wenige zum Beispiel in Freiburg oder in Heidelberg sind zu mindest an den Kliniken entsprechende Ärzte