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Thema: Warum eine Diagnose anstreben? (http://www.autismus.ra.unen.de/topic.php?id=2335)


Geschrieben von: Miezekatze am: 17.10.08, 16:42:55
Zitat von 55555:
Zitat von Miezekatze:
Andererseits ist er ein Blickkontakt-Experte (er maßregelt mich schon seit Jahren, wenn ich da etwas "falsch" mache - und ich mache immer etwas falsch dabei) und er merkt sich jedes Gesicht. Sonst hätte ich ihm schon selbst eine Autismus-Diagnose gegeben.

Deswegen würde ich Autismus nicht gleich ausschließen.


Ich habe irgendwie erwartet, dass das jemand schreiben würde. Am 27.10. haben mein Mann und ich gemeinsam ein Gespräch bei der Psychologin, wo es um die Diagnose unserer Tochter geht. Vielleicht kann ich die Psychologin ja danach nach ihrem Eindruck von meinem Mann befragen.


Konjunktiv verwenden meine Kinder auch mindestens seit 2. Kein Wunder, wenn ihre Mama sich immer so gespreizt ausdrückt. Zunge rechts (Mir fehlt hier der Augenroll-Smiley, das ist mein Lieblingssmiley in Foren normalerweise.)


Geschrieben von: arlette am: 17.10.08, 20:48:32
Zitat von Miezekatze:
Anscheinend meint er damit, dass ich mir jetzt weniger Mühe gebe, wie ein NA zu sein, und bei jedem aus seiner Sicht merkwürdigen Verhalten gleich die "Ausrede Autismus" parat habe und er hat wohl Angst, dass das mit einer Diagnose noch zunehmen könnte.

die sache ist, dass es nicht um eine ausrede geht, sondern um eine diagnose. der irrglaube, dass diagnose wie geschenke an leute, die diese gerne annehmen, verteilt werden, ist mir auch schon persönlich begegnet. meist erlebte ich dabei, dass befürchtet wurde, dass nun eine 'entschuldigung' im raum steht, die dann alles legitimiert. ich weiss auch nicht, wie man dieser haltung begegnen soll, da ich sie nicht verstehe.


Geschrieben von: Schamanin am: 17.10.08, 21:16:08
Ich glaube, es liegt eher daran, dass die Menschen, die eine Diagnose als Ausreden hinstellen, genau wissen, dass sie sich jetzt eigentlich für ihr bisheriges Fehlverhalten entschuldigen sollten.

Sie können nicht mehr sagen, bemüh dich mehr,... Ein Querschnittgelähmter würde über die Aussage, wenn du dich nur mehr bemühst, kannst du auch gehen, auch nicht sehr erfreut sein...


Geschrieben von: arlette am: 17.10.08, 21:40:50
Zitat von Schamanin:
Ich glaube, es liegt eher daran, dass die Menschen, die eine Diagnose als Ausreden hinstellen, genau wissen, dass sie sich jetzt eigentlich für ihr bisheriges Fehlverhalten entschuldigen sollten.

das sehe ich nicht so.


Geschrieben von: 55555 am: 17.10.08, 23:06:34
Ich kann mir das schon vorstellen.


Geschrieben von: Hans am: 17.10.08, 23:41:49
ich auch