06.01.07, 13:22:27
bellaria
Verliebtheit ist auch eine Psychose ;-)
06.01.07, 13:46:08
Goldloeckchen
Verliebtheit ist auch eine Psychose ;-)
Ja, da würde ich dir unbedingt Recht geben. Aber das habe ich nicht gemeint. ;)
06.01.07, 17:41:18
Altpapier
Autismus kann auch schnell mal als affektive Psychose fehlgedeutet werden. Da sollte man vielleicht auch mal ein, zwei Gedanken dran verschwenden.
06.01.07, 18:45:17
Silvana
geändert von: 55555 - 06.01.07, 23:14:57
Die Schulzeit erlebte ich nicht mit besonderen Freuden. Als ich damals noch zur Hauptschule ging wurde ich schon öfters gehänselt, speziell in den späteren Jahrgangsstufen. Allerdings war mir damals schon bewusst, wie dämlich sich einige Mitschüler gegenüber mir verhielten. Aber auch während der Ausbildung auf der Berufsschule wurde ich wieder gehänselt, ich konnte mit den dummen Sprüchen der anderen schlecht umgehen. Dabei waren einige Hänseleien der Schüler teilweise gar nicht so ernst gemeint. Hätte ich besser gekontert, hätte ich mir sicher weniger daraus gemacht und die Schüler hätten mich wahrscheinlich in Ruhe gelassen. Aber aufgrund meines sensiblen Charakters habe ich mir damals dumme Sprüche schon sehr zu Herzen genommen und wirklich kontern konnte ich eher selten. Also habe ich mir immer klar gemacht, wie doof die anderen doch sind und das hat ein bisschen geholfen meinen Ärger zu besänftigen.
In meinem Ausbildungsbetrieb habe ich mich auch sehr selten zu anderen Auszubildenen gesetzt in den Pausen. Ich wollte lieber in Ruhe für mich sein und einfach nicht wieder in eine unangenehme Gesprächssituation kommen.
Willkommen im Clup,
die Beschreibung hätte ich nicht besser machen können, nur das mich die Hilflosigkeit gegenüber diesen böden Sprüchen immer agresiv werden lies.
Irgend ein Ausbildungsleiter meinte ich würde mit meiner Aussenseiterrolle koketieren. Sprich ich sei gerne Aussenseiter, sicher wenn man die Welt der anderen nicht versteht ist man sicher lieber Aussenseiter als der Depp, aber oft habe ich mir gewünscht es wehre nicht so.
Also irgendwo ist der Wurm drin es sollt eigentlich ein Zitat werden [Bei den Sofortantworten ist der Boardcode nicht aktiv, mfg 55555]
06.01.07, 23:02:57
drvaust
Wirklich zufrieden ins Bett gehe ich eigentlich nur noch, wenn ich extrem viel gelernt habe von einer Sache, die mich interessiert. Ich fokussiere mich sehr stark auf Dinge, die mich interessieren und versuche oft jede Minute des Tages zum Lernen zu nutzen. Wenn ich dann nach einigen Tagen des Lernens zu erschöpft bin um weiterzulernen kommt Langeweile auf und noch mehr Unzufriedenheit. Der extreme Drang kreativ und produktiv zu sein herrscht bei mir eigentlich ständig. Ich kann nicht einmal in Ruhe eine DVD ansehen ohne diesen Drang zu verspüren. Das war frühers überhaupt nicht so. Vielleicht ist das auch nur eine Überreaktion von mir.
Zu meinem Alltag : Ich bin Student und mache mir relativ viel Stress mit dem Lernen und habe auch öfters mal Versagensangst und lerne als Folge davon noch mehr. Dadurch habe ich auch sehr wenig Zeit zum erholen. Wie bereits erwähnt kann ich kaum "abschalten". Bevor ich mit dem Studium begann, hatte ich mein Abitur nachgeholt, was ebenfalls mit sehr intensivem Lernen verbunden war. Das ständige Lernen belastet mich schon sehr und daher frage ich mich auch, ob das auf Dauer so weitergehen kann. Womöglich liegt neben meiner Frustration darin ein weiterer Grund für meine Lustlosigkeit am gesellschaftlichem Leben teilzuhaben.
Deinen starken Drang zum Lernen halte ich für bedenklich. Du schreibst ja auch, daß das Dich belastet. Du könntest auf einen Zusammenbruch zusteuern. Willst Du etwas kompensieren? Willst Du Dir oder anderen etwas beweisen? Hast Du vor etwas Angst?
Der Mensch braucht den Wechsel von Anspannung und Entspannung. Die Entspannung brauch ja keine Disko oder Party sein, vielleicht lockerer Sport, handwerkliche Arbeit oder etwas Künstlerisches.
Ich empfehle Dir deshalb psychologische Hilfe, Beratung. Gerade wenn man Probleme mit der alltäglichen Kommunikation hat, besteht ein erhöhtes Risiko sich in etwas zu verrennen, weil es dann an Rückmeldung fehlt. Ich habe mal erlebt, daß sich jemand durch Leistungsdruck auch physisch geschädigt hatte. Ich brauche auch gelegentlich eine Beratung, um mich nicht zu verrennen.